Reismehlkäfer, Getreideplattkäfer & Bohnenkäfer
Sekundärschädlinge in Reis, Hülsenfrüchten und Mehl: Wie sie über den Einkauf eingeschleppt werden und warum +55 °C im Backofen oder −18 °C im Tiefkühler jede Brut stoppt.
Der Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium confusum), der flache, gezackte Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis) und der Speisebohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus) gelangen meist unbemerkt als mikroskopisch kleine Eier in Bio-Reis, Linsen, Kichererbsen oder Mehlpackungen in die Küche.
Wichtige Gesundheits- & Hygiene-Regel:
Vom Reismehlkäfer befallenes Mehl verfärbt sich leicht gräulich-rosa und riecht unangenehm stechend. Grund sind sogenannte Benzochinone – chemische Wehrsekrete des Käfers, die die Schleimhäute reizen. Solches Mehl darf nicht mehr ausgesiebt oder verbacken werden, sondern gehört sofort in den Aussenmüll! Neu gekaufte Bio-Hülsenfrüchte oder Spezialmehle kannst du vorbeugend für 48–72 Stunden bei −18 °C einfrieren – das tötet eventuell vorhandene Eier rückstandsfrei ab.